Solche Knoten, auch Adenome genannt, können mit dem Ultraschall der Schilddrüse erkannt werden und in der weiteren Abklärung mit einer Schilddrüsenszintigraphie als heisser Knoten bildlich dargestellt werden. Als Therapie wird meist eine Radiojodtherapie durchgeführt.
Gefährlich sind bei solchen Knoten eine plötzliche Jodüberbelastung, zum Beispiel durch Kontrastmittel bei Röntgenuntersuchungen (Computertomographie), Medikamente (Amiodaron) oder Joddesinfektionsmittel, da mit dem Jodüberschuss bei fehlender Bremse im Knoten zuviel Schilddrüsenhormone produziert werden, was zu einer akuten Schilddrüsenüberfunktion führt.
2. Morbus Basedow - die Krankheit mit den Augensymptomen
Der Morbus Basedow ist eine Autoimmunkrankheit, das heisst, körpereigene Stoffe führen zu vermehrter Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen. In der Folge kommt es zu einer Überfunktion. Markant sind die damit häufig vergesellschafteten hervortretenden Augäpfel.
Die Erkrankung ist familiär gehäuft, betrifft vor allem Frauen und tritt häufig zwischen dem
20. - 40. Lebensjahr auf.
Die Krankheit heilt meist nach eineinhalb Jahren spontan, so dass während der Phase der Überproduktion ein Medikament verabreicht wird, welches die Hormonproduktion hemmt. Falls nach Absetzen die Krankheitssymptome zurückkehren, kann eine Radiojodtherapie oder Operation (bei Augensymptomen) durchgeführt werden.
3. Die subakute Thyreoiditis de Quervain – die schmerzhafte Schilddrüse
Es handelt sich um eine schmerzhafte Entzündung der Schilddrüse, welche meist zwei bis vier Wochen nach einem viralen Infekt auftritt und über mehrere Monate andauern kann. Die Schmerzen ziehen beidseits bis zu den Ohren und es finden sich im Labor ausgeprägte Entzündungszeichen. Die Erkrankten können im Allgemeinbefinden stark reduziert sein. Häufig werden durch Zerstörung von Schilddrüsengewebe Hormone ins Blut ausgeschwemmt, was zu einer vorübergehenden Überfunktion führen kann. Nachfolgend normalisieren sich die Werte allmählich wieder und es tritt eine spontane Heilung nach wenigen Monaten ein. Selten kann im Verlaufe eine Unterfunktion (siehe Tabelle 2) auftreten. Behandelt wird mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln und bei längerem schwererem Verlauf mit Cortison.
Tabelle 2 - Schilddrüsenunterfunktion:

Gewichtszunahme

Kälteempfindlichkeit

Trockene kühle Haut

Teigige Haut

Brüchige Nägel, sprödes Haar

Rauhe Stimme, klossige Sprache

Verlangsamter Herzschlag

Verstopfung

Schwäche, Müdigkeit
Es gibt noch eine weitere Schilddrüsenerkrankung, die mit chronischer Entzündung über Monate bis Jahre verläuft, welche häufig unbemerkt ohne Schmerzen und ohne Entzündungszeichen abläuft und erst durch die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion bemerkt wird. Wir nennen sie die Thyreoiditis Hashimoto.
Es werden ebenfalls vom Immunsystem Autoantikörper gegen eigenes Schilddrüsengewebe gebildet, welche zur Diagnose bestimmt werden können. Die Therapie erfolgt durch den Ersatz von Schilddrüsenhomonen medikamentös, meist lebenslang.